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Landgericht Osnabrück verhandelt über Brand in Nordhorner Zahnarztpraxis


20.11..2020

Pressemitteilung 67/20


OSNABRÜCK. Die 15. Große Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt ab Mittwoch, dem 2. Dezember 2020, gegen eine jetzt 25-jährige Angeklagte aus Uslar wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung (Az. 15 KLs 7/18). Die Angeklagte soll im Jahr 2017 in einer Nordhorner Zahnarztpraxis ein Feuer gelegt und so einen erheblichen Sachschaden verursacht haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, am 8. November 2017 abends nach Schluss der Sprechstunde eine Zahnarztpraxis am Rand der Nordhorner Innenstadt betreten zu haben. Die Praxis befand sich in einem mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus. In der Praxis soll die Angeklagte dann in mehreren Zimmern mitgebrachtes Holz und Papiertaschentücher in Brand gesetzt haben. Durch das dadurch ausgelöste Feuer soll die Praxis völlig ausgebrannt sein. Die Gesamthöhe des Sachschadens an dem Gebäude und der Einrichtung könnte nach damaligen Schätzungen der Polizei den siebenstelligen Bereich erreicht haben. Die Bewohner des Hauses sollen durch das Eingreifen von Zeugen und der Feuerwehr unverletzt gerettet worden sein.

Die Staatsanwaltschaft wertet die der Angeklagten zur Last gelegte Tat in ihrer Anklageschrift als schwere Brandstiftung. Diese wird nach dem Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und fünfzehn Jahren geahndet.

Die Verhandlung am 2. Dezember 2020 beginnt um 09.30 Uhr in Saal 3 (Saalzentrum). Zu diesem Termin sind neben den üblichen Beteiligten ein Sachverständiger und acht Zeugen geladen. Fortsetzungstermine sind für den 10. und 15. Dezember 2020, jeweils um 09.30 Uhr, in Saal 3 geplant.

Zur Vermeidung von Infektionsrisiken und zur Wahrung des Mindestabstandes sind die Zuschauerplätze im Saal 3 des Landgerichts wie in allen Sälen beschränkt. Ein Teil der Plätze ist für Medienvertreter reserviert. Die Plätze werden über Platzkarten am Eingang vergeben. Eine Reservierung von Platzkarten ist allerdings nicht möglich. Alle Besucherinnen und Besucher sind verpflichtet, beim Betreten der Gerichte ihre persönlichen Daten zu hinterlassen, damit sie im Fall eines Infektionsverdachts erreicht werden können. Der Datenschutz ist dabei gewährleistet. Alle Besucherinnen und Besuchern sind verpflichtet, im Gerichtsgebäude eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen.

Interessierte Medienvertreter dürfen vor Beginn der Verhandlung am 2. Dezember 2020 für 15 Minuten im Schwurgerichtssaal des Landgerichts filmen und fotografieren. Dabei ist der Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern jederzeit zu wahren. Das Gericht darf bei seinem Einzug gefilmt und fotografiert werden. Abbildungen der Angeklagten sind mittels geeigneter technischer Maßnahmen zu anonymisieren ("pixeln/blurren"). Bild-und Tonaufnahmen nach der Verhandlung und außerhalb des Verhandlungssaales sind nur nach Erteilung einer Foto- oder Drehgenehmigung durch den Pressesprecher gestattet.






Richter am Landgericht Dr. Christoph Sliwka, LL.M. (Cambridge)
- Pressestelle -
Landgericht Osnabrück, Neumarkt 2,
49074 Osnabrück
Telefon: 05 41 - 3 15 1151
Telefax: 05 41 - 3 15 6248
christoph.sliwka@justiz.niedersachsen.de

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