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Landgericht Osnabrück verhandelt über Brand in JVA Osnabrück im Jahr 2018

Landgericht Osnabrück verhandelt über Brand in JVA Osnabrück im Jahr 2018




24.01.2020

Pressemitteilung 4/20


OSNABRÜCK. Die 21. große Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt am kommenden Montag, dem 27. Januar 2020, in einem Berufungsverfahren gegen einen jetzt 20-jährigen Angeklagten, der z. Zt. in der JVA Hameln inhaftiert ist (Az. 21 Ns 27/19). Er soll am 23. November 2018 ein Feuer in der Justizvollzugsanstalt Osnabrück verursacht haben.

Das Amtsgericht in Osnabrück verurteilte den Angeklagten in erster Instanz am 19. September 2019 wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Sachbeschädigung und mit gefährlicher Körperverletzung unter Einbeziehung eines weiteren Urteils des Amtsgerichts Osnabrück zu einer Einheitsjugendstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am Tag nach einer Verurteilung in anderer Sache am 23. November 2018 mit einem Feuerzeug die Bettdecke und die Matratze auf seinem Bett in seinem Haftraum in der Justizvollzugsanstalt in Osnabrück – im Innenhof des Land- und Amtsgerichts Osnabrück – entzündet zu haben. Dabei soll er billigend in Kauf genommen haben, dass das Feuer auch auf andere Teile des Gebäudes übergreifen könnte. Als der Angeklagte danach die Notrufanlage betätigte, soll der Haftraum bereits komplett verrußt gewesen sein. Zwei Beamte der Justizvollzugsanstalt sollen sich wegen der starken Rauchentwicklung sofort dazu entschlossen haben, den nicht mehr sicht- oder hörbaren Angeklagten aus seiner Zelle zu befreien. Danach sollen sie das Feuer gelöscht und Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Angeklagten durchgeführt haben. Beide Beamte sollen wegen einer Rausgasinhalation im Krankenhaus behandelt worden sein.

Mit der Berufung zum Landgericht wendet der Angeklagte sich gegen seine erstinstanzliche Verurteilung. Er wird von Rechtsanwältin Hansen, Osnabrück, verteidigt.

Die Berufungsverhandlung findet am 27. Januar 2020 um 09.00 Uhr in Saal 1 des Landgerichts (Saalzentrum) statt. Zu diesem Termin sind neben den üblichen Beteiligten u.a. ein Sachverständiger und zwei Zeugen geladen. Fortsetzungstermine sind nicht geplant.

Interessierte Medienvertreter dürfen vor Beginn der Verhandlung am 27. Januar 2020 für 15 Minuten im Saal 1 des Landgerichts filmen und fotografieren. Das Gericht darf bei seinem Einzug gefilmt und fotografiert werden. Abbildungen des Angeklagten sind mittels geeigneter technischer Maßnahmen zu anonymisieren ("pixeln/blurren"). Bild- und Tonaufnahmen nach der Verhandlung und außerhalb des Verhandlungssaales sind nur nach Erteilung einer Foto- oder Drehgenehmigung durch den Pressesprecher gestattet. Nach der Sitzung steht der Pressesprecher des Landgerichts nach Absprache im Sitzungssaal für Auskünfte und O-Töne zur Verfügung.




Richter Paul Horn
- Pressestelle -
Landgericht Osnabrück, Neumarkt 2,
49074 Osnabrück
Telefon: 05 41 - 3 15 1127
Telefax: 05 41 - 3 15 6117
paul.horn@justiz.niedersachsen.de

Web: http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de

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